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Verbandstag in Oberharmersbach
Das Präsidium des DSkV besichtigte am 8. November 2008, vor dem im Hotel Bären in Oberharmersbach stattfindenden Verbandstag, die Reichstalhalle in Oberharmersbach. Es liegt ein Antrag des LV 07 vor, im Jahr 2010 die DMM dort durchzuführen. Die Gattin des Hoteliers, Frau Leni Kuber, freute sich auch über die Aussage von Spielleiter Peter Reuter: „Die Halle ist nur für eine Einzelmeisterschaft geeignet!“ Somit wird derzeit geprüft, ob eine Verlegung der DEM und der DMM 2010 örtlich getauscht werden können.
Im Stubensaal des Hotels „Zum Sternen und den drei Schweinsköpfen“ kurz „Zur Stube“ genannt, begrüßte Präsident Peter Tripmaker 31 Delegierte und 2 Kassenprüfer. Er gedachte eingangs der im Jahr 2008 verstorbenen Skatfreundinnen und Skatfreunde. Bürgermeister Siegfried Huber ließ es sich nicht nehmen, seinen Ort den Delegierten vorzustellen.
Die Tätigkeitsberichte der Präsidiumsmitglieder und des Skatgerichts wurden wohlwollend zur Kenntnis genommen. Locker meinte VbG-Präsident Joachim Maurischat: „Nichts vorgefallen!“ Ebenso unproblematisch wurden einige Initiativanträgezugelassen. Der Verbandstag konnte beginnen.
Skatgerichtspräsident Peter Luczak träumte davon, dass jeder Ligaverein einen Regelkundigen in seinen Reihen beherbergen sollte. Der Sprecher der Kassenprüfer, Skfr. Armin Helm, bescheinigte Schatzmeister Hans-Jürgen Homilius und er Geschäftsstelle Altenburg:“ Wir waren über die Transparenz der Buchführung positiv überrascht und stellen hierfür eine Eins aus!“ Die Idee, die DSkV-Mitteilungszeitschrift „Der Skatfreund“ über die Verbandsgruppen zu verteilen, stieß auf Unverständnis. Nach kurzer Diskussion über eine leidige Randerscheinung wurde der Schatzmeister einstimmig entlastet.
Die seit Jahren stiefmütterlich behandelte „Spielerpassdatei“ soll durch weitere personenbezogene Daten ergänzt werden um eine Mitgliedskarte im Scheckkartenformat jedem Einzelmitglied zur Verfügung zu stellen. Der mit dieser Aufgabe betraute Skfr. Fritz Thiesen erhielt nun die Gelegenheit, dies allen anwesenden Landespräsidenten vorzustellen, wobei er meinte, dass er jedes Dateiformat, egal in welcher Form akzeptieren könnte. Die LV signalisierten Zustimmung und DSkV-Präsident Tripmaker wird nach der Stärkemeldung im Jahr 2009 3 Reisen unter den gemeldeten Mitgliedern verlosen lassen.
Ob schon im Jahr 2009 die 1. Bundesliga an den Spieltischen mit Laptops, die per Wireless-Lan an einen Beamer angeschlossen sind, ausgestattet wird, steht noch in den Sternen. Und so soll es funktionieren: Platz 1 führt die Spielliste, Platz drei gibt die Ergebnisse in den Laptop ein. Dies wird auf einen Zentralcomputer übertragen, dort errechnet ein Programm den derzeitigen Stand jeder Mannschaft. Dieses Ergebnis wird per Beamer auf eine Leinwand übertragen. Es soll damit verhindert werden, dass der Mannschaftsführer immer wieder quer durch den Saal geht um die Mannschaftstaktik zu eruieren. Der hierfür geschätzte Kostenaufwand in Höhe von ca. € 20000,-- wird es sicherlich nicht ermöglichen, das gleiche in der 1. Damenbundesliga, geschweige denn in der 2. Bundesliga der Herren oder der Regionalliga, anzubieten.
Am 27. Juni 2009 wird ein ICE der Deutschen Bahn von Berlin nach Altenburg fahren, um in Altenburg auf den Namen „Skatstadt Altenburg“ getauft zu werde. Jedem Landesverband wird eine Teilnehmerquote zugeteilt, damit aus jedem LV Mitglieder daran teilnehmen und im Zug ein Skatturnier beginnen können, das in Altenburg mit einer weiteren Serie seinen Abschluss finden wird. Die Bild-Zeitung und verschiedene Sponsoren werden hier mit ins Boot (Zug) genommen. Der DSkV verspricht sich eine große Werbewirkung, denn dem Mitgliederschwund muss entgegengewirkt werden. Eine vom Präsidium vorgestellte Werbebroschüre soll der Beginn einer ca. € 60000,-- teuren Kampagne sein. Eine Werbefirma arbeitet derzeit an einem Konzept. Die größte Wirkung hat aber immer noch die Überzeugungsarbeit aller Funktionäre, die die Mitgliederwerbung in den einzelnen Vereinen tragen.
Schatzmeister Homilius war nicht überrascht über das positive Nicken aller Delegierten, als der Haushaltsplan 2009 vorgestellt wurde. Der Änderung einiger Richtlinien zum Deutschen Städtepokal konnte zugestimmt werden. Dies wird sicherlich bald im Internet unter „Ordnungen“ zu lesen sein.
Das Präsidium zog seine Anträge zur Änderung der Startgeldstruktur der DEM und DMM zu Gunsten des Arbeitsausschusses überraschend zurück und kündigte an, dass schon im Jahr 2009 die Fahrtkostenzuschüsse zur DEM und DMM erhöht werden. Danach wird ein Gesamtpaket zur Finanzierung der Meisterschaften vorgestellt.
Das Ansinnen des LV 04, künftig Meisterschaften getrennt nach Konkurrenzen durchzuführen, scheiterte am Votum der Delegierten. Eine Quotenerhöhung, wie vom LV 05 vorgetragen, würde, wie richtigerweise Skfr. Reuter bemerkte, eine Trennung der Meisterschaften bedeuten, da die zur Verfügung stehenden Hallenkapazitäten begrenzt sind. Um weiteres Ideengut einzuarbeiten, wurde ein Arbeitsausschuss geschaffen, dem Skfr. Walter Franke, Wilfried Schlicht, Peter Reuter und Skfr. Marion Schindhelm angehören. Zu Gunsten des Arbeitsausschusses wurden die Anträge zurückgezogen.
Auch der Antrag des LV 01 auf Heraufsetzung des Mindestalters der Senioren bei Meisterschaften, wurde abgelehnt. Auf Grund der aktuellen Vorkommnisse hatten die Delegierten keine Probleme einer Änderung des Sanktionskatalogs zuzustimmen. Ebenfalls aktuelle Vorkommnisse bedingten, dass die lockere Regelung über den Wechsel einer Spielerin oder eines Spielers während des laufenden Spieljahres nun der Genehmigung des DSkV-Präsidiums bedarf. Mit einer längeren Bearbeitungsdauer ist somit zu rechnen.
Um die Wartezeiten zwischen den einzelnen Serien zu verkürzen wird künftig bei den DEM und DMM erst ab der 4. Serie gesetzt. Ab dem Jahr 2010 wird die 2. Bundesliga auf 5 Staffeln und die Regionalliga auf 10 Staffeln erhöht. Die Damenbundesliga wird eingleisig, was bedeutet, die 1. Damen-Bundesliga spielt mit 16 Mannschaften und die 4 Staffeln der 2. Damen-Bundesliga spielen mit 8 Mannschaften den Aufstieg aus. Eine Terminänderung wurde zur Kenntnis genommen, der 2. Ligaspieltag im Jahr 2010 wird auf den 27. März verlegt.
Die ISPA wird die Champions-League am 11./12. Juli 2009 in Jena, im „Best Western Hotel“ ausrichten.
Nach den vielen Ehrungen und Ehrentellern für die einzelnen Landesverbände, nahm sich Präsident Tripmaker die Zeit dem nach 18 Jahren scheidenden Geschäftsführer Wilfried Hoberg für die gute Zusammenarbeit zu danken und ihn mit einem Blumenstrauß zu verabschieden. Er wünschte ihm viel Gesundheit in seinem beginnenden Rentnerleben und hofft, dass Skfr. Hoberg, weiterhin dem Skat verbunden bleibt. Sicherlich ist dies gegeben, den Skfr. Hoberg hat derzeit das Amt des Schatzmeisters im LV 04 inne.
Den abschließenden 1-Serien-Preisskat organisierte Herbert Rygol und gewann ihn auch.HerBi |